Sektion des Moskauer Wirtschaftsforums in Berlin hat ihre Arbeit begonnen

Moskau, 9. November 2015 – Die Sektion des Moskauer Wirtschaftsforums "Russisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen: Gegenwart und Zukunft" hat ihre Arbeit begonnen.

Der Moderator der Sektion, Falk Tischendorf, Managing Partner des Moskauer Büros der Rechtsanwaltskanzlei BEITEN BURKHARDT, ist sicher, dass die Notwendigkeit der Modernisierung und Diversifizierung der russischen Wirtschaft wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage besonders groß ist. Er erklärte: "Trotz einiger Änderungen in den Beziehungen zwischen einzelnen westlichen Ländern und Russland habe ich mich nach Gesprächen mit vielen deutschen und russischen Geschäftsleuten und mit Kollegen und Freunden davon überzeugt, dass die Geschäftsleute heute an der Entwicklung der Zusammenarbeit nicht nur interessiert sind, sondern diese zum Ziel haben".

Laut dem Moderator sei die russisch-deutsche Partnerschaft in den letzten Jahren gewachsen und habe sich verstärkt. Jetzt sei allerdings die Zeit gekommen zu klären, welche Belastungen diese Beziehungen aushalten können, welche Verantwortung dem Business heute auferlegt wird und ob die Business-Gemeinschaft in einer schwierigen Situation eine aktive Führungsrolle bei der Suche nach gemeinsamen Wegen für die Problemlösung übernehmen soll. "Wenn man jetzt nicht zu handeln beginnt, kann man die durch uns so mühevoll aufgebauten Beziehungen verlieren und damit die Chancen für die Überwindung der Krise verpassen", hat Falk Tischendorf hervorgehoben.

Nach Ansicht von Wolfgang Clement, dem ehemaligen Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit und ehemaliger Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, durchleben jetzt unsere Länder die schwierigste Krise der gegenseitigen Beziehungen in der letzten Zeit: "Wir befinden uns in sehr schwierigen Beziehungen, es sind ernsthafte Anstrengungen aller Seiten erforderlich, um die Situation zu korrigieren. Unter diesen Bedingungen ist es die große Frage, ob die Wirtschaft auf der Grundlage des hohen Entwicklungsstandes der Beziehungen zwischen unseren Ländern ihren Beitrag zur Überwindung dieser Krise leisten kann, trotz der vom Westen verhängten Sanktionen und der von Russland unternommenen Gegenmaßnahmen. Das ist die große Frage, die sich uns heute stellt. Ich bin davon fest überzeugt, dass niemand sowohl in Russland als auch in Deutschland und in der ganzen Europäischen Union an dem Wiederaufleben des kalten Krieges interessiert ist. In diesem Zusammenhang möchte ich diese Möglichkeit dafür nutzen, um mich an die wirtschaftliche Leitung unserer Länder zu wenden, wie Herr Tischendorf schon gesagt hat, damit ihre Vertreter sich nicht nur als Objekte und im bestimmten Maße als Opfer der politischen Krise betrachten, sondern selbst etwas unternehmen, die Initiative ergreifen und die Unterdrückung ihrer unternehmerischen Aktivitäten durch die politische Krise nicht zulassen. Und wir haben allen Grund danach zu streben, diese Aufgaben, diese wirtschaftlichen Aufgaben zu erfüllen."

Konstantin Babkin, der Co-Vorsitzende des Moskauer Wirtschaftsforums, führte aus, dass sich die Politik auf die Wirtschaft und die Interessen gewöhnlicher Menschen gründet, deshalb hänge vieles auch von den Vertretern des Business, der Industrie und der Landwirtschaft ab: "Wir leben in einer schwierigen Zeit, in der unsere Politiker, die Politiker unserer Länder, in der Sprache von Sanktionen unterhalten. Das alles beunruhigt die Bürger in Russland und in Deutschland, das beeinflusst das Business und unsere Zukunft. Deshalb sind heute die russisch-deutschen und, breiter betrachtet, die russisch-europäischen Beziehungen eine Frage, die nach meiner Ansicht Millionen Menschen in unseren Ländern beunruhigt. Und die gegenwärtige Situation, die entstanden ist, kann nicht lange dauern". In seinem Beitrag hat Herr Babkin erklärt, dass derzeit eine künstliche Mauer zwischen West und Ost an der Grenze zwischen Russland und der Ukraine errichtet werde. In der modernen Welt seien solche Mauern kontraproduktiv, deshalb müssen wir, die Geschäftsleute, Einfluss auf unsere Politiker ausüben.

Denis Manturov, der Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation, hat Deutschland als einen ernsthaften und über die Zeit geprüften Partner bezeichnet, mit dem Russland industrielle, technologische und Investitionsbeziehungen sowie sozial-kulturelle Beziehungen verbinden. Herr Manturov betonte: "Unser Ziel ist nicht, in der Strömung einer politischen Konjunktur zu schwimmen, die bekanntlich die Eigenschaft hat, sich schnell zu verändern. Unsere Aufgabe ist es, und ich bin mir sicher, auch die Aufgabe unserer deut-schen Partner ist es, Industrieprojekte im Interesse beider Länder zu entwickeln und zusammen umzusetzen."

Herr Manturov hat angemerkt, dass das Ministerium für Industrie und Handel bereit ist, den deutschen Partnern bei der Realisierung von Projekten in Russland zu helfen und sie zu unterstützen. Derzeit führt die russische Regierung aktive Maßnahmen zur Schaffung komfortabler Bedingungen für das Business in Russland und zur Verbesserung des Investitionsklimas durch. Eine wichtige Etappe in der Entwicklung der inländischen Industrie sei die Annahme des Gesetzes "Über die Industriepolitik", das eine Reihe von neuen Mechanismen für die Unterstützung der Errichtung neuer und der Modernisierung bestehender Betriebe eingeführt hat.

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