"Business Talk" in München - Traditionsveranstaltung im Bayerischen Hof am 31. Januar 2012

München, 3. Februar 2012 – Zum 6. Mal seit 2007 fand am 31. Januar der "Business Talk"
im Bayerischen Hof statt, gemeinsam ausgerichtet von Warth & Klein Grant Thornton und
BEITEN BURKHARDT.

Mehr als 300 Mandanten und Geschäftspartner waren erschienen, um über den diesjährigen
thematischen Schwerpunkt – die Finanzmarkt- und Eurokrise – nachzudenken und zu
diskutieren.

Als Gastredner konnten die Veranstalter in diesem Jahr Professor Dr. Hans-Werner Sinn
gewinnen, der in seinem fast anderthalbstündigen Vortrag ein nüchternes Bild der
Schuldeneskalation zeichnete. Er erläuterte die historischen Wurzeln der Euro-Krise und
beschrieb in brillant-anschaulicher Weise die bestehenden Zahlungsbilanz-Ungleichgewichte.
Der Kapitalverkehr sei seit Jahren aus der Balance geraten, dies werde angesichts
der politisch-rechtlichen Konstellation in Europa letztlich zur Vergemeinschaftung von
Schulden (Euro-Bonds) führen müssen. Dies sei aber mitnichten die Lösung des Problems.

Vielmehr werde das dann perpetuierte Ungleichgewicht an die nächsten Generationen
weitergereicht, was zu politischen und sozialen Spannungen führen dürfte. Pointiert äußerte
sich Professor Sinn zum eigentlich gebotenen Prinzip der "Selbsthaftung" des jeweiligen
Staates sowie zur generellen Notwendigkeit, den "Zugang zur Notenpresse" rechtlich zu
erschweren. Wenn einige Mitgliedsstaaten der EU schon seit Jahren neues Geldvolumen
schöpfe, sei dies höchst bedenklich; es führe zu keinerlei geldpolitischem Nutzen in Ländern
wie Deutschland: "Was im Süden an Geld gedruckt wird, wird im Norden geschreddert".

Dem Vortrag von Professor Sinn waren zwei knappe Referate der beiden Gastgeber
vorausgegangen. Dr. Dirk Tuttlies (BEITEN BURKHARDT) erläuterte wichtige neue
Regelungen über Insiderhandel, Marktmissbrauch und neue Mitteilungspflichten von
Emittenten und Investoren. Dr. Stefan Kusterer (Warth & Klein) stellte die "Handels- und
steuerrechtlichen Auswirkungen der Finanzmarktkrise" dar und erläuterte den verbleibenden
Spielraum bei der Bilanzaufstellung.